Mitarbeiterzufriedenheit und Mitbestimmung

Mitarbeiterbefragung ist Bestandteil der Unternehmenskultur GRI 102-43

Eine Mitarbeiterbefragung im regelmäßigen Turnus zeichnet ein repräsentatives Bild der Zufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen, dem Unternehmen als Arbeitgeber und der Führungskultur. Die letzte Erhebung im Herbst 2017 zeigte, dass die Maßnahmen, die sich aus vorangegangenen Befragungen ergaben, wichtige Handlungsfelder positiv beeinflusst haben. Die Ergebnisberichte werden in den Organisationseinheiten diskutiert und Maßnahmen in Workshops erarbeitet. Gleichzeitig tagen Arbeitsgruppen, um bereichsübergreifende Handlungsfelder zu identifizieren. Konzernweit nahmen 5.570 Mitarbeiter an der freiwilligen Befragung teil.

Konzernmitarbeiter sind zu …

Quelle: Mitarbeiterbefragung 2017

FMG fördert Mitbestimmung

Die Stimme der Arbeitnehmer ist ein wertvoller Faktor bei Unternehmensentscheidungen. Den Mitarbeitern stehen zahlreiche Möglichkeiten offen, sich in den gesetzlich vorgeschriebenen Gremien oder in anderen Arbeitsgruppen einzubringen: im Aufsichtsrat, in der Jugend- und Auszubildendenvertretung sowie Schwerbehindertenvertretung, beim betrieblichen Gesundheitsmanagement oder im Betriebssportverein. Die meisten übergreifenden Regelungen im Unternehmen münden in Betriebsvereinbarungen mit dem Betriebsrat, der derzeit 31 Mitglieder zählt. Die Arbeitnehmervertretung hat in den letzten Jahren gemeinsam mit dem Arbeitgeber wichtige Betriebsvereinbarungen getroffen, beispielsweise zu Home- und Mobile-Office, zu Mitarbeitergesprächen und zur Förderung beruflicher Qualifizierung.

Personalaufwand und übertarifliche Leistungen GRI 102-41

Die Flughafen München GmbH ist als Mitglied im Kommunalen Arbeitgeberverband Bayern an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) gebunden. Die Beschäftigten der FMG erhalten eine betriebliche Altersvorsorge, die tariflich geregelt und über die bayerische Zusatzversorgungskasse für kommunale Arbeitgeber abgedeckt ist. Zum 1. Februar 2017 erfolgte eine Anhebung der Vergütung für Mitarbeiter der FMG und der AeroGround um 2,35 Prozent. Im April 2018 stehen neue Verhandlungen mit den Gewerkschaften ver.di und dbb an.

Personalaufwand

Grafik: Personalaufwand
¹) Inklusive Aufwendungen für Fahrtkostenerstattung und Essensgeldzuschüsse

Mitarbeiter mit Tarifverträgen

Anteil der Gesamtbelegschaft in % 1)

Grafik: Mitarbeiter mit Tarifverträgen
¹) Alle Prozentsätze beziehen sich auf die Summe der Gesamtbeschäftigten inklusive Auszubildenden, geringfügig Beschäftigten, Leiharbeitnehmern und Praktikanten, jedoch ohne AeroGround Berlin GmbH.

Engagement für die nächste Generation

Der Flughafen München Konzern ist einer der größten Ausbildungsbetriebe der Region. Interessierte Schulabsolventen haben die Wahl zwischen 20 verschiedenen Ausbildungs- und dualen Studienrichtungen. Zum 1. September 2017 starteten 93 Auszubildende ihre berufliche Laufbahn beim Flughafen München. Damit befanden sich zum Stichtag 31. Dezember konzernweit 275 Jugendliche in der Ausbildung. Für den Ausbildungsbeginn im Jahr 2017 gingen bei der Flughafen München GmbH 1.635 Bewerbungen ein. Gleichzeitig schlossen 43 junge Menschen ihre Ausbildung bei der FMG ab. Auch 94 Schüler und 128 Hochschulpraktikanten erhielten einen Einblick in die Flughafenwelt und verfassten 28 projektbezogene Bachelor- und Masterarbeiten. Mit einem zwölfmonatigen Traineeprogramm bildet die FMG Nachwuchskräfte zu Experten in einem Schwerpunktbereich aus und qualifiziert sie gleichzeitig für bereichsübergreifende Projekte. Ein Mentorenprogramm unterstützt die Trainees dabei, ihr eigenes unternehmensweites Netzwerk aufzubauen.

Flughafen erneut »Deutschlands bester Ausbildungsbetrieb«

Zum zweiten Mal in Folge zeichnete das Wirtschaftsmagazin »Focus Money« den Flughafen München für seine hervorragende Arbeit als Ausbildungsbetrieb in der Verkehrsbranche aus. Bei der Untersuchung von 5.000 Unternehmen schnitt die FMG aufgrund der besonderen Qualität des Ausbildungsmanagements abermals sehr gut ab: Den Azubis stehen bei der FMG sieben Ausbildungsreferenten zur Seite. In den verschiedenen Einsatzbereichen vor Ort betreuen außerdem rund 250 nebenberufliche Ausbildungs- und Lehrbeauftragte den Nachwuchs ganz individuell. Ein spezielles Onboarding-Programm ermöglicht es den Azubis, Kontakte zu knüpfen, erste Erfahrungen in der Teamarbeit zu sammeln und den Airport-Campus kennenzulernen. Weitere Elemente, die den Ausbildungsbetrieb Flughafen auszeichnen, sind beispielsweise der Azubi-Elterntag, das Austauschprogramm Erasmus+ und der Gesundheitstag für Auszubildende.

Foto: Deutschlands bester Ausbildungsbetrieb

Airport Academy: konzerneigenes Bildungszentrum

Der Flughafen München betreibt ein zertifiziertes, konzerneigenes Bildungszentrum. Seit Mai 2016 fungiert die Airport Academy mit ihren knapp 50 Mitarbeitern auch als akkreditiertes Trainingsinstitut des Airports Council International (ACI): Sie entwickelt gemeinsam mit dem internationalen Dachverband der Verkehrsflughäfen spezifische Trainings, die sie gemeinsam mit der Tochtergesellschaft MAI (Munich Airport International GmbH) anbietet. Immer größeren Raum nehmen Bildungsaktivitäten auf Basis von E-Learning-Modulen ein. So beschaffte die Airport Academy eine neue Learning-Management-Plattform für webbasierte Trainings, die unter anderem für die EASA-Zertifizierung des Flughafens relevant sind. Das Herzstück bilden die zahlreichen Seminare zur beruflichen Weiterentwicklung, vor allem in den Bereichen Personal und Management sowie Aviation und Security. Über 37.000 Teilnehmertage dokumentieren die hohe Bereitschaft der Mitarbeiter, das Angebot für sich zu nutzen. Die Airport Academy steht aber auch externen Kunden offen: Circa zwei Drittel der Teilnehmer an den Luftsicherheitsschulungen, Vorfeldführerscheinqualifizierungen oder Gefahrgut- und Managementtrainings kommen von auswärtigen Firmen. Künftig werden auch branchenfremde Zielgruppen geschult, wie beispielsweise Cyber-Security-Spezialisten im neuen auf dem Flughafen-Campus angesiedelten Information Security Hub.

Weltweites Airport-Netzwerk

Die beliebten internationalen Austauschprogramme fördern sowohl die persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter als auch den unternehmerischen Fortschritt des Flughafens München. 2017 besuchten 18 Auszubildende im Rahmen des europäischen Mobilitätsprogramms »Erasmus+« die Partnerflughäfen in Athen, Malta oder Wien. Ausgewählte Fach- und Führungskräfte vertieften ihr Know-how außerdem bei Besuchen der Schwesterflughäfen in Nagoya, Kapstadt und Denver. Im Gegenzug waren Delegationen anderer Airports in München zu Besuch. Neuer Sister-Airport ist Moskau-Domodedovo.

Schwesterflughäfen

ACSA

Airports Company South Africa

AOT

Airports of Thailand

BCIA

Beijing Capital International Airport

CAG

Changi Airport Group (Singapore)

Centrair

Central Japan International Airport (Nagoya)

DEN

Denver International Airport

DME

Moskau Domodedovo

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