Brief der Geschäftsführung

Foto: Die Geschäftsführung
V. l. n. r.: Andrea Gebbeken, Geschäftsführerin Commercial und Security; Dr. Michael Kerkloh, Vorsitzender der Geschäftsführung und Arbeitsdirektor; Thomas Weyer, Geschäftsführer Finanzen und Infrastruktur

2017 war für den Flughafen München ein besonderes Jahr. 25 Jahre nach dem Umzug von München-Riem ins Erdinger Moos haben wir den Flughafengeburtstag und die damit verbundene Erfolgsgeschichte zusammen mit unseren Mitarbeitern, den Partnern am Airport, den Flughafennachbarn und mehr als 50.000 Gästen gefeiert. 1992 begann für den Münchner Flughafen ein Steigflug, der sich auch im Jubiläumsjahr eindrucksvoll fortgesetzt hat: Mit einem Umsatz von 1,47 Milliarden Euro haben wir 2017 fast acht Prozent mehr erlöst als ein Jahr zuvor. Der Gewinn vor Steuern (EBT) stieg um mehr als neun Prozent ebenfalls auf einen Rekordwert von gut 229 Millionen Euro. Dieser wirtschaftliche Erfolg korrespondiert mit einem abermaligen kräftigen Verkehrswachstum an unserem Airport: 44,6 Millionen Fluggäste flogen im vergangenen Jahr von oder nach München, 5,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, auch das ist ein neuer Rekord. Die Zahl der Flugbewegungen stieg ebenfalls kräftig um mehr als 10.000 oder 2,6 Prozent auf knapp 405.000. Ohne die Insolvenz von Air Berlin wäre dieser Anstieg noch deutlich höher ausgefallen. Angesichts der hervorragenden Ergebnisse möchte ich mich ganz herzlich bei allen bedanken, die diesen Erfolg im vergangenen Jahr ermöglicht haben: bei unseren Kunden, den Fluggesellschaften, Passagieren, Geschäftspartnern und natürlich bei unseren Mitarbeitern.

Der Flughafen München steht heute so gut da wie nie zuvor.

Der Flughafen München steht heute so gut da wie nie zuvor. Mit der eingeleiteten Erneuerung bei der in München stationierten Lufthansa-Langstreckenflotte wurde unsere Position im Kreis der großen europäischen Drehkreuze 2017 deutlich gestärkt. Die Lufthansa liefert mit der Stationierung der ökonomisch wie ökologisch deutlich verbesserten Langstreckenflugzeuge vom Typ Airbus A350 ein weiteres starkes Bekenntnis zu unserem Airport. Wir sind damit endgültig im Kreis der großen europäischen Luftverkehrsdrehscheiben angekommen. Etwas von dieser Größe, die wir nach einem Vierteljahrhundert am neuen Standort erreicht haben, wollen wir auch im vorliegenden integrierten Bericht zeigen.

Für die Zukunft sehen wir vor allem drei große Herausforderungen:

  • Die Infrastruktur am Flughafen muss analog zur wachsenden Mobilitätsnachfrage in der Bevölkerung und der Wirtschaft ausgebaut werden. Dazu gehört natürlich auch der Bau der dritten Start- und Landebahn. Diese Kapazitätserweiterung bleibt für uns das wichtigste Zukunftsprojekt. Mit dem Umbau des Terminals 1 wollen wir in den nächsten Jahren den Standard im älteren Passagierabfertigungsgebäude deutlich erhöhen. Auch der LabCampus gehört zu den Investitionen, mit denen wir den Bedarf von Unternehmen – vom Start-up bis zum DAX-Konzern – an innovativen, flexiblen Bürowelten erfüllen und eine ganz neue Urbanität am Flughafen schaffen werden. Die landseitige Verkehrsanbindung des Münchner Flughafens soll sich in den kommenden Jahren deutlich verbessern und das Parkplatzangebot bedarfsgerecht wachsen.
Foto: Thomas Weyer

LabCampus wird in den nächsten Jahren den Flughafen München nachhaltig verändern und als Standort noch attraktiver machen.

  • Eine zweite wesentliche Herausforderung stellt für unser Unternehmen der bevorstehende Generationenwechsel dar. In den nächsten Jahren werden viele unserer Mitarbeiter aus dem aktiven Berufsleben ausscheiden. Jetzt geht es darum, dass wir geeignete Nachwuchskräfte für den Flughafen gewinnen und den notwendigen Wissenstransfer sicherstellen. Was uns in diesem Zusammenhang freut, ist die Tatsache, dass die Bindung an den Arbeitgeber Flughafen laut unserer Mitarbeiterbefragung 2017 deutlich zugenommen hat.
  • Die dritte Herausforderung ist der Megatrend Digitalisierung, der an einem Flughafen unterschiedlichste Bereiche betrifft. Wir haben dafür eine klare Strategie entwickelt und die wesentlichen Felder und Prozesse definiert, in denen wir in den nächsten Jahren zum Teil erhebliche Veränderungen sehen werden. Wir wollen die Chancen, die sich uns als Flughafen durch die Digitalisierung bieten, optimal nutzen.
Foto: Andrea Gebbeken

Der Non-Aviation-Bereich ist heute ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor für uns.

Wenn der Flughafen München seine Größe zeigt, dann muss das nach meiner Überzeugung im doppelten Wortsinn der Formulierung »Größe zeigen« erfolgen. Das bedeutet für uns die Verpflichtung, die Interessen aller Anspruchsgruppen bestmöglich zu berücksichtigen. Wir fühlen uns verantwortlich für unsere Fluggäste, für unsere Mitarbeiter, unsere Nachbarn, die Gesellschaft und die Umwelt. Der Flughafen München setzt auch auf diesem Feld Maßstäbe: als einziger Fünf-Sterne-Airport und bester Flughafen Europas. Er ist Deutschlands Top-Arbeitgeber der Verkehrsbranche und wurde im vergangenen Jahr für den besten Klimaschutz aller Flughäfen weltweit ausgezeichnet. In der Region und in der Landeshauptstadt engagiert sich der Flughafen München in vielfacher Weise. Größe zeigen nicht nur nach quantitativen Maßstäben – nach unserer Meinung ist dies unabdingbar für eine nachhaltige Weiterentwicklung des Münchner Flughafens.

Dr. Michael Kerkloh

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